Verlag Karin Kestner

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Verlag für Gebärdensprache und Themen der Gehörlosigkeit

 

Presse und Leser-Beurteilungen

Blitzlichter in der Dunkelheit

Blitzlichter in der Dunkelheit

was andere dazu sagen ...

 
 

Eine freundliche Rückmeldung zu „Blitzlichter in der Dunkelheit“ bekamen wir ...

von Prof. Dr. Manfred Hintermair Abt. Psychologie in sonderpädagogischen Handlungsfeldern Institut für Sonderpädagogik, Fakultät I Pädagogische Hochschule Heidelberg

Beim Lesen habe ich zwei Teile des Buches für mich gesehen bzw., erlebt: Da waren die ersten ca. 200 Seiten, in denen relativ wenig das Thema "Hörschädigung" auftauchte und ich immer gedacht habe "wann fängt es denn jetzt mal an, dass das eigene Erleben als hörgeschädigtes Mädchen/ Frau intensiver angegangen wird?". Im Rückblick denke ich nun, dass das so ok war bzw. auch ganz richtig die Entwicklungsgeschichte von Frau Helbig widerspiegelt - dieser Schwerpunkt der inneren wie äußeren Auseinandersetzung wird auf den letzten ca. 50 Seiten zum Thema und da hat mich sehr berührt, zu sehen, wie offen Frau Helbig beschreiben kann, dass das "Heil der Welt" weder bei den Hörenden, noch bei den Gehörlosen zu finden ist, sondern eigentlich nur da, wo Menschen es einem ermöglichen, selbst zu sein und das kann mit Hörenden wie auch mit Gehörlosen gelingen - oder auch nicht. Wir sehen daran sehr schön, dass Identitätsarbeit zwar bestimmter sozialer und kultureller Beziehungen bedarf, alleine darüber aber nicht definiert werden kann.

Und damit zurück zu den ersten 200 Seiten: Was mich da wirklich sehr fasziniert hat, war einmal der Umstand, dass Frau Helbig immer wieder auf ihren vielen Lebensstationen auf Menschen getroffen ist bzw. Menschen gefunden hat, die sie in irgendeiner Weise unterstützt haben. Der Aspekt der sozialen Vernetzung, der für Identitätsbildungsprozesse ja ein sehr wesentlicher ist, kam hier für mich ganz besonders deutlich zum Ausdruck. Lag das an der damaligen DDR, dass man dort hilfreicher miteinander und füreinander war, oder waren einfach die Zeiten insgesamt früher sozialer angelegt als sie es heute sind? Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass Frau Helbig heute als junges Mädchen in unserem Klima der zunehmenden sozialen Kälte nochmals so viele verschiedene Unterstützungssysteme finden könnte wie sie es in ihrer eigenen Kindheit fand - Gott sei Dank!. Vielleicht täusche ich mich auch! Und was noch als wichtiger psychologischer Aspekt deutlich wird, den wir aus der Reslienzforschung kennen: Die Mutter von Frau Helbig fällt als Unterstützungspart mehr oder minder deutlich aus, aber ihre wunderbaren Großeltern springen hier in fantastischer Weise ein und sind mehr als nur Ersatz: Sie - so glaube ich wenigstens - setzen mit ihrer Liebe und Fürsorge das psychische Fundament dafür, dass Frau Helbig gestärkt all die Anforderungen des späteren Lebens so gut meistern kann. Ich weiß nicht, ob es hier wichtig ist, dass die Großeltern gehörlos waren - wichtig war, dass sie verlässlich da waren. Vielleicht ist auch deshalb in den ersten 200 Seiten so wenig über die Hörschädigung zu lesen, weil das psychische Präsentsein der Großeltern wichtiger war als alles andere?

 

„Eine bis dahin noch unbekannte Stille, eine Stille, die kaum zu beschreiben ist“

Gelebtes Leben – nicht geschönt, nicht interpretiert, nur erzählt. Nein, nicht ‚nur‘ erzählt, es ist erzählt und das ist sehr viel.

Lesen Sie hier die Rezension von Birgit Funke, DAS ZEICHEN

 

habe das Buch über Abend "buchstäblich" verschlugen

Liebe Sabine, ich möchte dir für dein tolles Buch meinen Herzlichsten Glückwunsch aussprechen! Ich habe dein Buch am Wochenende gekauft und es über Abend "buchstäblich" verschlugen! Es war das erste Buch, welches ich in zwei Tagen gelesen hatte und was mich emotional so berührt hat, dass ich das Buch zwischendurch weglegen und zum Taschentuch greifen musste, um meine Emotionen unter Kontrolle zu bekommen. Gerne möchte ich dir damit sagen, dass ich dein Buch sehr toll fand und auch vor allem dass du in der Öffentlichkeit über dein Leben schreibst! Die Art, wie du dich mit deiner Schwerhörigkeit konfrontierst, hat mich sehr beeindruckt! Ich bewundere dich sehr, wie du dich in deinem bisherigen Leben so durchgeschlagen hast. Du bist wirklich eine sehr starke, selbstbewusste und aufgeschlossene Frau! Toll, dass du dich für die Schwerhörigen und Gehörlosenvereine angagierst. Du kannst als Beispiel, nicht nur für diese Art von Behinderung gelten ;-D Es wird bestimmt vielen Betroffenen und Schwerhörigen helfen, dieses Buch zu lesen.

Nun, wünsche ich dir auf alle Fälle viel viel Glück und auch Erfolg in deinem weiteren Lebenslauf!

 

ein sehr lesenswertes Buch!

Ein sehr lesenswertes Buch, das nachvollziehen lässt,wie sich ein Mensch fühlt, den das Schicksal, zu ertauben, getroffen hat. Es wird vielen Interessierten aufzeigen, dass dieses Schicksal keine Behinderung ist, sondern eine Herausforderung,die man annehmen muss und vor allem K A N N. Dieses Buch ist so mitreissend geschrieben, dass man es nicht aus der Hand legt, bevor man die letzte Seite gelesen hat. Vielen Dank an die Autorin

Brigitte Etzold, Kaufungen

 

 

 
 
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