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Karin Kestner

Karin Kestner

4.2.1956 - 4.6.2019

 

Im Alter von 63 Jahren ist die Gebärdensprachdolmetscherin und Verlegerin Karin Kestner am 4. Juni 2019 nach schwerer Krankheit im Kreis Kassel gestorben.

Karin Kestner arbeitete seit Mitte der 90er Jahre als Gebärdensprachdolmetscherin im Kreis Kassel, in einer Zeit, in der die „blauen Bücher“ und Besuche im Gehörlosen-Clubheim praktisch die einzigen Quellen waren, mit denen man die Deutsche Gebärdensprache erlernen konnte.

Aus diesem Mangel entwickelte sie sehr schnell die Idee, Gebärdensprache mittels Videos, leichter an einem Computer, zu lernen. Es war bezeichnend für Karin Kestner, sich nie mit dem Status Quo zufrieden zu geben und kreative Lösungen möglichst sofort umzusetzen. So entstand 1996 die erste Version des Gebärdenwörterbuches 777-Gebärden auf CD-ROM für Windows 95, enthalten waren 777 kurze Schwarz-Weiß-Videos. Mit dem technischen Fortschritt wurde das Programm mit zwei Fortsetzungen schnell weiterentwickelt. Das war der Vorläufer des heutigen großen Wörterbuches der Deutschen Gebärdensprache mit 19000 Gebärdenvideos, dem „Kestner“.

Sobald ein gewisser Status erreicht wurde, musste Karin Kestner weiter, ein Ausruhen oder gar Stillstand gab es für sie nie. Täglich sah sie das nächste Defizit, für das eine Lösung gefunden werden musste. Hörgeschädigte Kinder von gehörlosen Eltern lernten die Gebärdensprache von ihren Eltern. Aber wie lernten hörgeschädigte Kinder von hörenden Eltern Gebärdensprache? Es gab keinerlei Material oder Möglichkeiten für Kinder Gebärdensprache zu lernen, außer durch das Abschauen auf dem Schulhof. „Das darf doch nicht wahr sein“ - dieser Satz wurde zu einem ihrer Lebensmottos. So entstand 1999 Tommys Gebärdenwelt, ein Lernprogramm für Deutsche Gebärdensprache für Kinder ab 3 Jahren, welches noch heute einzigartig ist.

Durch Tommys Gebärdenwelt kamen immer mehr hilfesuchende Eltern auf Karin Kestner zu. Die Fragen gingen schnell über das „Wo und wie kann mein Kind Gebärdensprache lernen?“ hinaus und häuften sich bei Ängsten und Fragen zum Cochlea-Implantat. „Kann mein Kind mit Gebärdensprache einen Beruf lernen?“, „Schadet Gebärdensprache dem Lautspracherwerb?“, „Die Ärzte sagen, die OP wäre Routine, aber ich habe von Kindern gehört, die mit einem CI nicht hören können“. Daraus entstand ihre ehrenamtliche, unabhängige Elternberatung. Karin Kestner vertiefte sich in die Medizintechnik der CIs, in soziologische Themen, wie Identitätsfindung und linguistische Themen, wie Spracherwerb. Sie besuchte Tagungen und Kongresse und las sich in Fachliteratur und Statistiken ein. Schnell erkannte sie, dass eine große Diskrepanz zwischen den Hochglanzprospekten der Cochlea-Implantat-Hersteller und -Kliniken und der Wirklichkeit lag. Eltern wurden mit einseitiger Aufklärung und wenig Bedenkzeit häufig unter Druck gesetzt. Bald machte sie sich einige CI-Kliniken und Fachärzte zu offenen Feinden bis hin zum Erhalt von Unterlassungserklärungen.

Im Jahr 2002 verabschiedete der Bundestag das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz, womit u.a. die Deutsche Gebärdensprache (DGS) als eigenständige Sprache anerkannt wurde. In den Sozialgesetzbüchern konnte man auch lesen, dass Gebärdensprachdolmetschleistungen bezahlt werden mussten, jedoch nicht, in welcher Höhe. So kämpfte Karin Kestner über Jahre für eine wirtschaftlich angemessene Vergütung, bis am 1.1.2008 endlich ein konkretisierender Zusatz im § 17 SGB I den Bezug zur Vergütung nach den JVEG-Sätzen schaffte. Für Karin Kestner war es klar, dass der Berufsstand nur über eine angemessene Bezahlung endlich professionalisiert und auch attraktiv für Nachwuchs werden würde, denn der Ausbildungsbedarf war riesig. Sie setzte sich aber nicht nur gegenüber Kostenträgern und Gesetzgebung für eine bundeseinheitliche Bezahlung nach den JVEG-Sätzen ein, sondern hatte auch gegen Widerstände von Dolmetscher- und Gehörlosenseite zu kämpfen. Viele Dolmetscher hatten damals Angst vor der eigenen Courage, ihre Stundensätze zu erhöhen. Und etliche Gehörlose, die meist keinen Einblick in die Kostenstrukturen eines Freiberuflers hatten, empfanden es als maßlos, dass man so viel Geld mit ihrer Sprache verdienen wollte. So führte sie quasi einen „Dreifrontenkampf“, den sie völlig unbeirrt durchzog, weil sie aus Überzeugung handelte – und sie gewann! Heute wird das JVEG von vielen Kostenträgern uneingeschränkt als Entlohnungsgrundlage anerkannt.

Das größte Thema von Karin Kestner wurde der Kampf für eine bessere Bildung von gehörlosen Kindern. Für sie war es seit Beginn ihres Dolmetscherlebens vollkommen klar, dass das nur über deren Muttersprache, die Deutsche Gebärdensprache, möglich sein konnte. Nur die DGS bietet hörgeschädigten Kindern eine uneingeschränkt vollständige Kommunikation und diese ist die Voraussetzung für Bildung. Seit dem Mailänder Kongress von 1880 wurden hörgeschädigte Kinder in der Schule ausschließlich in Lautsprache unterrichtet. Infolgedessen wurden viele Stunden für das Lippenlesen und Artikulationsübungen, statt für die Bildungsvermittlung mittels DGS, verwendet. Zudem blieben viele Inhalte „auf der Strecke“, die durch Ablesen gar nicht aufgenommen werden konnten. Gebärdensprache war entweder komplett verboten oder auf den Schulhof verbannt. Für Karin Kestner war klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Nach endlosen Auseinandersetzungen mit diversen Schulleitern war es unverkennbar, dass diese Diskussionen zu keinem Ergebnis führten und mit jedem weiteren Jahr wertvolle Bildung für viele Kinder verloren ginge. Wenn sie auf einem Weg A nicht weiter kam, wurde sofort ein Plan B entwickelt und der hieß in diesem Fall Inklusion mit Gebärdensprachdolmetschern. Ab 2006, noch bevor Inklusion durch die UN-Behindertenrechtskonvention deutschland- und europaweit endgültig gesetzlich geregelt war, setzte sie sich für die Inklusion von hörgeschädigten Kindern ein. Sie unterstützte alle Eltern, die ihre Kinder in die Regelschule geben wollten, bei deren Kämpfen durch die Instanzen, teilweise bis zu 13 Jahre. Gesetztestexte und Paragraphen wurden gewälzt und zahllose Anträge, Widersprüche und Einstweilige Anordnungen und E-Mails meist bis nach Mitternacht geschrieben. Eine Mutter: "ich schrieb sehr spät Abends eine E-Mail an Karin Kestner mit der Bitte um Hilfe und hatte innerhalb von 5 min eine erste Antwort" Das war bezeichnend für Karin Kestner. Auch bei diesem Thema gab es gleichzeitig mehrere Fronten, denen sie sich gerne stellte. Die Sozialämter weigerten sich, die Kosten zu übernehmen, die Schulen für Hörgeschädigte und Pädagogen sahen ihre Daseinsberechtigung in Gefahr, die Gehörlosengemeinschaft sahen die Kinder in der Inklusion verkümmern, weil ihnen angeblich ihre Peergroup entzogen wurde. Karin Kestner stellte sich jeder Diskussion, ließ sich jedoch nicht von ihrem Weg abbringen. Heute stehen die ersten „Karin-Kinder“ mit zum Teil hervorragenden Noten kurz vor dem Abitur und sind in keinster Weise aufgrund „fehlender Peergroup“ emotional-seelisch verkümmert, sondern sind wie ihre hörenden Mitschüler, selbstbewusste Kinder und Jugendliche. Dies ist wohl eine der größten Leistungen von Karin Kestner. Ihre ehrenamtliche Arbeit, die inzwischen einen Großteil ihres Tages in Anspruch nahm, wurde von den Eltern mit großer Anerkennung honoriert.

Das Schreiben von Ratgebern und Konzeptionen weiterer Software, zusammen mit ihrem Mann Tiemo Hollmann, lief fast nebenbei. Mit dem Buch „Diagnose Hörgeschädigt“, in dem sie all ihr Wissen zusammenfasste, konnte sie die vielen Fragen von Eltern beantworten, die zum ersten Mal mit diesem Thema konfrontiert werden. Das große Wörterbuch der Deutschen Gebärdensprache für Windows, MacOS, iOS und Android mit 19000 Begriffen und Gebärdenvideos ist bis heute das weltweit größte Wörterbuch einer Gebärdensprache. Inzwischen ist „der Kestner“ zum Standard in ganz Deutschland geworden. „Der Kestner“ ermöglicht nun auch endlich Schulen und Therapeuten, die mit Kindern mit verschiedenen Einschränkungen arbeiten, andere begrenzte Gebärdensysteme zu verlassen und auf die Deutsche Gebärdensprache umzusteigen.

Eines ihrer letzten größeren Projekte war die Idee und Umsetzung von Hausgebärdensprachkursen. Tommys Gebärdenwelt ist ein guter Start in die Welt der Deutschen Gebärdensprache, aber hörgeschädigte Kinder hörender Eltern, die die DGS nicht als Muttersprache aufnehmen können, benötigen viel mehr. Bevor sie in den Kindergarten kommen, brauchen sie eine vollständige Kommunikation. Für Karin Kestner war es wieder völlig klar, dass dies nur durch individuellen Unterricht, der auf das einzelne Kind, bzw. die Eltern zugeschnitten ist, erreicht werden konnte. Weitere Recherchen in Gesetzestexten waren nötig, bis klar war, wie sie ihre Idee von Hausgebärdensprachkursen umsetzen konnte. Mehrere Gerichtsurteile bestätigten später Karin Kestners Argumentation und machten damit den Weg für die Eltern frei und schafften ein praktisch völlig neues Berufsbild. Obwohl die Kostenübernahme mittlerweile geklärt ist, müssen allerdings auch heute noch viele Eltern ihre Ansprüche mit juristischer Unterstützung durchsetzen. Ihr Wissen darüber hat Karin Kestner in einem kleinen Handbuch „Hausgebärdensprachkurs für hörgeschädigte Kinder“ für Gebärdensprachdozenten 2018 noch veröffentlicht. Unterdessen bieten in ganz Deutschland viele hörgeschädigte Gebärdensprachdozenten Hausgebärdensprachkurse „nach Kestner“ an und verschaffen den Kindern dadurch die Grundlage für einen vollständigen Bildungserwerb.

Dies sind nur ein paar Meilensteine in ihrem unendlichen Schaffen und Streben nach Verbesserung.

2016 erkrankte Karin Kestner lebensbedrohlich und musste von einem Tag auf den anderen den Beruf der Gebärdensprachdolmetscherin und den Support für die vielen Eltern fast ganz aufgeben. Zum ersten Mal stellte sie ihre unendliche Kraft in ihre eigene Sache und stemmte sich mit aller Macht gegen die tödliche Erkrankung. Mehr als einmal zeigte die Schulmedizin keinen Ausweg mehr auf. Durch ihre unerschütterliche Lebenseinstellung „Geht nicht, gibt’s nicht und aufgeben schon gar nicht!“ fand sie zusammen mit ihrem Mann immer wieder einen Plan B bis Z, oft weit außerhalb der Leitlinienmedizin, und konnte so noch 3 Lebensjahre wenigstens zeitweise mit großer Lebensfreude genießen.

Am 4. Juni 2019 musste sie nun von uns gehen und hinterlässt eine unermesslich große, nicht zu füllende Lücke in ihrer Familie, bei ihren Freunden und in der Gebärdensprachgemeinschaft.

Der Verlag Karin Kestner wird unverändert im Sinne von Karin Kestner fortgeführt.

 

Wir vermissen sie unendlich.

In tiefer Trauer
Tiemo Hollmann und Familie

 

Die Trauerfeier findet am 28.06.2019 um 13:00 in der Trauerhalle des Hauptfriedhofes 34225 Baunatal, Hunsrückstr. statt. Verabschiedungen an der Urne bitte vor Beginn der Trauerfeier. Von Beileidsbekundungen bitten wir abzusehen. Wir freuen uns, wenn Sie als Verbundenheit zu Karin Kestner ein rotes Accessoire zu Ihrer Kleidung tragen.

Für Beileidsbekundungen und andere Nachrichten verwenden Sie bitte bei Postsendungen die Anschrift des Verlag Karin Kestner, Südstr. 10, 34270 Schauenburg oder senden eine E-Mail an: trauer@kestner.de

 

weitere Nachrufe und Stimmen

Bundesverband der Gebärdensprachdolmetscher_Innen Hessen e.V.

Bundesverband der GebärdensprachdolmetschInnen Deutschlands e.V.

Deutscher Gehörlosen-Bund e.V.

Deaf Studies / Gebärdensprachdolmetschen Humboldt-Universität Berlin

Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V.

Allgemeiner Gehörlosenverein Kassel 1889 e.V.

Deutsche Gehörlosenzeitung DGZ

KuGG - Bundesvereinigung für Kultur und Geschichte Gehörloser e.V.

Carla Vogel

Thomas Mitterhuber

Katja Fischer - Erinnerung an die Ehrengala 2018 - Hier lesen Sie die Verschriftlichung

Björn Blumeier - Hier lesen Sie die Verschriftlichung

Landesverband der Gehörlosen Bremen e.V.

Berufsverband der Gebärdensprachdolmetscher/-innen Berlin Brandenburg e.V.

Steffi's DGS - Hier lesen Sie die Verschriftlichung

Patrick Erwin Mierke

Umut Cucu - Hier lesen Sie die Verschriftlichung

Sehen statt Hören, Fernsehbeitrag v. 02.02.2019: Karin Kestner - Kämpferin für Gehörlose

Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande für Karin Kestner 2017

Gehörlosenverband München und Umland e.V. - GMU - Hier lesen Sie die Verschriftlichung

Savina Tilmann

Via Manum

DGScafe

kobinet.ev

GIB ZEIT e.V.

Loor Ens

Gehörlosenverband Berlin

Gabriele Pfeiffer

Dresdener Gehörlosen Sportverein

Bayerischer Rundfunk - Sehen statt Hören - ein Nachruf

Taubenschlag.de

Biling e.V.

Landeselternverband gehörloser und schwerhöriger Kinder und Jugendlicher NRW e. V.

LBZH Hildesheim

Zentrum für Kultur und Visuelle Kommunikation der Gehörlosen in Berlin & Brandenburg e.V. (PDF Download)

Bilingualerleben

Niedersächsisches Institut für die Gesellschaft Gehörloser und Gebärdensprache e.V. NIGGGS

Bayerischer Rundfunk - Sehen Statt Hören - Erinnerungen an Karin Kestner

 

Einzelne Stimmen

„In den letzten 3 Jahren hast Du mir zu verstehen gegeben, dass ich nicht so viel arbeiten soll wie Du. Nichtsdestotrotz wird die Bekämpfung der Ungerechtigkeit, die uns bzw. den großen und kleinen Kunden gegenüber tagtäglich begegnet, weiterhin einen wichtigen Baustein meiner Arbeit ausmachen. Ich weiß nicht, wie mir der Spagat gelingen wird. Ich will Dich nur wissen lassen, dass ich mein Bestes gebe.“ Norma Gühlcke

„Mit ihrem Tod verlieren nicht nur wir eine großartige Kollegin, sondern viel mehr unsere Gesellschaft eine einzigartige, starke Frau. Vielen Dank, dass du Tiemo sie in all den Jahren so sehr unterstützt hast, das hat ihr sehr viel bedeutet. Wir werden sie vermissen.“ Florian Hallex

„Tiemo, Du weißt, wie wichtig Karin für mich auf meinem Weg war, ohne sie würde vieles anders aussehen. Bin SEHR traurig aber werde ihr IMMER dankbar bleiben!“ Winfried Locher

„Karin, Du hast meine Familie begleitet und unterstützt auf unserem steinigen Weg; nun ist unser Weg ebener geworden, sodass wir momentan ohne größeren Probleme durchkommen. Du hast uns DEINE Kraft gegeben. So eine Kämpferin wie dich habe ich noch nie gesehen,  ich habe von dir gelernt, dass man nie aufgeben darf. Du hast durch deine starke Persönlichkeit die GL-Gemeinschaft gestärkt.“ Anja Schmit-Strack

„Du bist wirklich eine tolle Frau, die uns und die Taubengemeinschaft unaufhörlich unterstützt hat.“ Asha

„Mit ihren roten Haaren, den roten Fingernägeln und ihrer „lauten“ Art fiel Karin einfach auf. Unter den Gehörlosen in Kassel war sie bekannt als „die mit den roten Haaren“. Sie fiel auf wie ein Leuchtturm. Und sie war laut! Sie kämpfte lautstark gegen das CI, gegen die orale Erziehung, usw. und damit fiel sie auf! Eine hörende Frau, die für die Rechte Gehörloser eintrat?! Warum taten das nicht die Gehörlosen selbst? Sie wurde zur bekanntesten Fürsprecherin der Gehörlosen.“ Knut Weinmeister

„Ich werde Dich vermissen!!! Du warst die beste "Ziehmuddi", die ich hätte haben können!! Ich habe so viel von Dir gelernt! Du hast mich stark gemacht. Ob bei beruflichen oder privaten Fragen, du warst immer für mich da... mit Deiner ansteckend fröhlichen Art, haben wir so manchen Frust, Verzweiflung oder Traurigkeit früher oder später einfach weg gelacht! Danke dafür... Du fehlst... für immer in meinem Herzen!!!“ Isabel Faul

„Danke Karin für alles. Du hast vielen den Weg geebnet und viel erreicht. Ich werde stets an dich denken.“ Sandra Gogol „Unsere Kollegin Karin Kestner ist verstorben. Wir verlieren eine Große. Danke Karin!“ Laura M. Schwengber

„Ich kenne sie schon viele, viele Jahre. Wir haben uns auf vielen Kongressen getroffen und sie hat sich immer aktiv eingesetzt und protestiert. Durch ihre in dieser Form manchmal harte Kritik hat sie in Deutschland viel erreicht. Denn manchmal reichen weiche Diskussionen nicht. Sie hat persönlich hart gekämpft und nicht aufgegeben. Das war, so denke ich, wirklich sehr wichtig. Toll ist auch, dass sie so viele Eltern unterstützt hat und rechtlich beraten hat. Sie hat nie aufgegeben – das bewundere ich an ihr.“ Prof. Dr. Claudia Becker

„Wir das Skarabee-Team trauern um Karin Kestner. Sie war uns allen eine große Unterstützung, eine großartige Kollegin und ein ganz besonderer Mensch. Danke für die vielen gemeinsamen Jahre.“ Skarabee Partnerschaft

„Karin war eine so stärkende Persönlichkeit.“ Wiebke Gericke

„Was für ein großer familiärer Verlust, was für ein großer Verlust für alle, die Karin in ihrem Wesen, Engagement und Kampf für die Gerechtigkeit als Mensch mit unglaublichen wertvollen Eigenschaften gekannt haben.“ RA Alfred Kroll

„Es tut sehr weh und sie lässt eine große Lücke. Momentan versuche ich die Lücke mit Dankbarkeit, für die letzten 17 Jahre Freundschaft, zu schließen.“ Isolde Drössel

„Karin war eine wunderbare Persönlichkeit und es macht zutiefst traurig, dass sie nicht mehr bei uns sein kann.“ Bernadette Zwiener

„Karin hat so einige Meilensteine gesetzt und sehr vieles und Gutes bewirkt. Ich bin dankbar Sie gekannt zu haben. Ihre starke Persönlichkeit und der unermüdliche, kämpferische Geist werden mir fehlen.“ Magdalena Meissen

„Sie war immer mit Rat und Tat für unsere Tochter und ihre Belange da und hat uns von Anfang an unendlich viel geholfen, den aus unserer Sicht richtigen Weg für unsere Tochter zu finden.“ Familie Koch

„Karin hat einen unschätzbaren Beitrag zum besseren Leben für die vielen Familien und Menschen mit eingeschränktem Hören geleistet.“ Prof. Dr. Gisela Szagun

„Sie hat für uns so viel Positives bewirkt und in Gang gesetzt, das seine Früchte jetzt schon trägt und noch unzählige weitere tragen wird, nicht nur bei unserem Sohn.“ Susanne Pöllinger

„Karin wird in Euren Herzen, unseren Herzen und in den Herzen der vielen Menschen weiter leben, den sie geholfen und deren Leben sie verbessert hat.“ Klaus Jahn

„Karin war oft ungeduldig mit uns, die wir in gesicherten Positionen an Hochschulen für die Sache der Gebärdensprache arbeiten – zu Recht, wie wir uns eingestehen müssen. Karins unermüdlicher Einsatz, ihr Einfallsreichtum und ihre Kampfesstärke haben uns beeindruckt und beschämt. Sie hinterlässt eine große Lücke.“

„Ihre Frau war für mich und meine Familie ein pures Kraftpaket!!! Sie hat mir immer Mut zugesprochen gegen die Behörden und für mein Kind zu kämpfen, sie hat Rechtstexte für mich Korrekturgelesen und sie war immer für mich da, wenn ich Rückfragen hatte. Karin war etwas ganz besonderes!“ Marlies Nadermann-Peitz

„Sie war immer gradlinig und hat ihr Ziel verfolgt. Ohne Karin hätten wir keine Inklusion für gehörlose Kinder mit Gebärdensprachdolmetschern, keine Lernmaterialien, keine Geschichten in DGS. Sie war eine absolute Macherin und das was sie in ihrem Leben für die Gemeinschaft der Gehörlosen aber auch insbesondere für uns DolmetscherInnen geschaffen und ermöglicht hat ist, einmalig und besonders, so wie Karin es eben war.“ Juliane Rode

„Was Karin war, wissen wir alle. So eine tolle Frau, das ist für uns nicht ersetzbar. Sie fehlt.“ Katja Hopf

„Ich will nicht leugnen, dass ich nicht immer deiner Meinung war. Mir war manches zu radikal und zu hart. Aber ohne deine besondere Art, Themen laut, hartnäckig, willensstark und auch mit privaten finanziellen Risiken anzugehen, wäre vieles, was heute für uns selbstverständlich geworden ist, nicht realisiert worden.“ Kenneth-Kamal Seidel

„Ohne sie hätte es den Schuleinsatz, in dem ich seit vielen Jahren arbeite, nicht gegeben.“ Manuela Goßner

„Sie war eine kämpferische Pionierin für die Gebärdensprachgemeinschaft in Deutschland.“ Jana Mierke-Haring

"Mit Herzblut hat Karin ihre Zeit auf Erden dafür eingesetzt, unermüdlich für das Recht auf Bildung in Gebärdensprache zu kämpfen. Sie hat viele Eltern unterstützt, ihnen Mut gemacht und dabei geholfen ihr Recht durchzukämpfen. Dafür sind wir ihr unendlich dankbar." Manuel Löffelholz, Biling e.V.

„Deshalb erlaube ich mir: Karin war DIE Gebärdensprachdolmetscherin Deutschlands.“ Gerhard Wolf

„Jeder weiß, dass Ihr unermüdlich gekämpft habt. Keiner weiß, was Euch der lange gesundheitliche Kampf gekostet hat! Umso mehr meinen Dank an Euch beide dafür, dass Ihr Eure Idee immer gemeinsam weiterverfolgt und nicht aufgegeben habt.“ Esther Engler

 

 

Wir nehmen gerne auf Wunsch noch weitere Beiträge auf. Diese Liste wird fortgesetzt, schauen Sie gerne nochmal vorbei wenn Sie an Karin Kestner denken.

 

 

 

 

 
 
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