Seit 1998 ist Karin Kestner mit ihrer Internetseite online. Aus 10 Unterseiten bestand ihre Seite damals. Sie war die erste Gebärdensprachdolmetscherin im Netz. Aber sie gab auch anderen Gebärdensprachdolmetschern die Chance sich im Netzt zu zeigen und legte die erste bundesweite Dolmetscherliste-Liste an. Jede Dolmetscherin konnte sich bei ihr melden, um mit Telefon, Fax und Foto für sich zu werben.
Sie präsentierte auf ihren Seiten das erste Lernprogramm für Gebärdensprache auf CD-ROM.
Aus dem kleinen Angebot von zuerst einer CD-ROM, den 777 Gebärden, ist seit 1996 ein Verlag gewachsen mit spezieller Software und Büchern für Menschen, die Gebärdensprache lernen wollten und sich mit dem Thema Gehörlosigkeit auseinandersetzen möchten.
Im Laufe der Jahre vergrößerte sich das Web und so wurde mit der Rubrik "Elternhilfe" hörenden Eltern von gehörlosen Kindern ein Leitfaden an die Hand gegeben, um die fehlende Aufklärung über die verschiedenen Wege der Erziehung von gehörlosen Kindern auszugleichen. Schmerzlich wurde ihr in immer häufiger werdenden Telefonaten mit Eltern bewusst, was Eltern unbedingt brauchten. Von Nöten war Aufklärung, ein "offenes Ohr" und "offene Augen" für die vielen Probleme, Druck und Unsicherheiten denen Eltern von gehörlosen Kindern ausgesetzt sind. Die Rubrik Presse & Berichte kam hinzu. Auf ihr streitet Karin Kestner für die Rechte der gehörlosen Kinder auf eigene Sprache, Unterricht mit Gebärdensprache, gegen die Einseitige Aufklärung über Cochlear Implantate und packt so manches heiße Eisen an.
Die Internetpräsenz wurde so umfangreich, dass es nötig wurde sie völlig zu überarbeiten. Über 500 Seiten wurden jetzt auch für Sehbehinderte barrierefrei gestaltet. In völlig neuem Layout zeigt sich nun pünktlich zum Tag der Gehörlosen die Seite von Karin Kestner. www.kestner.de