Am
24. September 2005 fand im Casino der Johann Wolfgang Goethe - Universität der 1. internationale
Dolmetschertag Gebärdensprache statt. Über 200 Gebärdensprachdolmetscherinnen, Studierende der
Studiengänge Gebärdensprachdolmetschen, Gehörlose und
Interessierte nahmen am Wochenende am 1. Internationalen
Dolmetschertag in Frankfurt/Hessen teil. Die Veranstaltung
wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der
Johann-Wolfgang-Goethe Universität und dem Amt für
Lehrerbildung Darmstadt vorbereitet.
Im Foyer des Casinos konnten die Gäste verschiedene Ausstellungsstände besuchen.


Gekommen waren Visual-Hands-Berlin, die Gehörlosen Vereinigung zur Förderung der Gebärdenkurse Frankfurt, das Integrationsamt Kassel, die Arbeitsagentur Frankfurt, der Landesverband der Gehörlosen Hessen e.V., Sehen-verstehen - Gebärdensprachschule, der Bundesverband der Gebärdensprachdolmetscher, (BGSD), Verlag Karin Kestner und der
Dolmetscherinnen konnten sich auch ein wenig verwöhnen lassen. Es wurden Massagen der Firma Business Vital angeboten.
Das Geburtstagskind Dina Tabbert-Zander wurde von Heike Doussier (rechts), die für die super Organisation verantwortlich zeichnet, extra herzlich für ihr Erscheinen begrüßt.
Karin Kestner freute sich die Vizepräsidentin der FH-Frankfurt Frau Prof. Dr. Beate Finis Siegler wieder zu sehen.
Frau Gerdi Schröder vom Amt für Lehrerbildung hielt eine der Begrüßungsreden und wünschte der Tagung einen guten Verlauf.
Nach der Begrüßung der Teilnehmer kam Frau Professor Helen Leuninger auf die schön gestaltete Bühne. Sie referierte zum Thema "Bilingualität als Normalfall". Lesen Sie hier den überaus interessanten Vortrag in einer Zusammenfassung.
Dieter Chmiel, Gebärdensprachdolmetscher aus Wien ließ die anwesenden Gäste einen Einblick in die rechtliche Situation der Gebärdensprachdolmetscherinnen in Österreich nehmen. Auch sein Vortrag wurde natürlich wie alle anderen auch gedolmetscht. Er berichtete von gestern und heute und wagte einen Ausblick in das Morgen.
In Vertretung für Frau Mattey, kam Frau Dominique de Montaignac für den BDÜ. Der Bund der Dolmetscher und Übersetzer ist mit 5000 Mitgliedern der größte Berufsverband der Dolmetscher in Deutschland. Frau Montaignac gab einen Überblick über das Berufsbild der Dolmetscher und Übersetzer.
Dina Tabbert-Zander holte in ihrem Vortrag die Gleichstellungsgesetze Deutschlands auf den Prüfstand. Welche Probleme und Neuigkeiten gibt es bundesweit. Gleichstellungsgesetze im Vergleich hinsichtlich der Auswirkungen auf den Dolmetschalltag.
Frau Hesse-Brand vom Integrationsamt Kassel betonte in ihrer Rede über die Dolmetschersituation von gestern, heute und morgen, dass das Integrationsamt Hessen die BIH Empfehlungen hinsichtlich der Qualifikation der Gebärdensprachdolmetscher und aller anderen Details ab 2007 1:1 umsetzen werde.
Elvira Vega-Lechermann vertrat der BGSD (2.Vorsitzende) und hielt einen sehr lebendigen Vortrag über die Qualitätsstandards der Gebärdensprachdolmetscher. Wie abhängig auch das Publikum von Dolmetschern war, demonstrierte sie eindrucksvoll mit einem kleinen Einschub in schwedisch. :-)
Anschließend las sie den Vortrag Gebärdensprachdolmetschen aus der Sicht des Deutschen Gehörlosen-Bundes von Gerlinde Gerkens vom Deutschen Gehörlosen Bund vor. Frau Gerkens konnte leider nicht teilnehmen, durch einen Stau hatte sie ihren Flieger verpasst. Schade!
Den Abschluss der Vortragsreihe machte Tobias Haug, der über die Ausbildungen und die Situation der Dolmetscherinnen in der Schweiz referierte. Alle Dolmetscherinnen werden in der Schweiz über eine Zentrale Vermittlungsstelle vermittelt.
Die abschließende Podiumsdiskussion war immer noch gut besucht. Dank gebührt den Veranstaltern für eine gelungene und interessante Tagung, die hoffentlich in 2 Jahren mit neuen und spannenden Themen eine Fortsetzung findet.
Zum Ende der Veranstaltung wurde auf den gelungenen Tag angestoßen.
Karin Kestner