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Cochlear Implantate so früh wie möglich

Würzburg (AP) 21.02.2004

Gehörlose Kleinkinder sollten so früh wie möglich so genannte Cochlear-Implantate eingepflanzt bekommen. Nur mit diesen "elektronischen Ohren" kann gewährleistet werden, dass die geistige Entwicklung der Jungen und Mädchen normal verläuft, wie der Direktor der Hals-Nasen-Ohren-Klinik der Universität Würzburg, Jan Helms, berichtet.

Die Patienten tragen am Ohr ein Mikrofon, das den Schall zu einem Sprachprozessor weiterleitet. Der Prozessor ist so groß wie ein Hörgerät und wandelt den Schall in elektrische Signale um, die er dann auf einen unter der Haut eingepflanzten Empfänger überträgt. Dieser wiederum gibt die Signale an eine Elektrode weiter, die in die Gehörschnecke, die so genannte Cochlea, implantiert ist und dort direkt den Hörnerv stimuliert.

In der Freiburger Universitätsklinik erhielt jetzt die fünf Monate alte Marie-Josephine ein solches Implantat an beiden Ohren. Das Mädchen ist nach Auskunft der Ärzte wahrscheinlich die weltweit jüngste Patientin, die auf diese Weise behandelt wurde. Das Kind war als Folge einer Gehirnhautentzündung taub geworden.

 

 
 
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