Zu
mir: Ich bin Petra, Pflegemutter. Seit vielen Jahren habe ich immer wieder ein gehörloses Kind zur
Betreuung in der Tagespflege. Ich selbst habe ein gehörloses Pflegekind und lerne in einer
Gebärdensprachschule Gebärdensprache.
Folgende Erfahrungen habe ich in einer Gruppe mit gehörlosen und hörenden Kindern und Kindern mit anderen Nationalitäten gemacht:
Die Gebärdensprache wird von allen Kindern im Spiel erlernt.
Durch Blickkontakt und klare deutliche Ansprache lernen gehörlose und hörende Kinder ganz gut auch Lippen lesen und so können sich durch Gebärdensprache und Lippen lesen mit allen gleichaltrigen Kindern problemlos verständigen.
Alle Kinder lernen die deutsche Sprache im Spiel. Ich denke, das sind gute Vorraussetzungen für die Schule.
Eltern, die die Mischung aus verschiedenen Kommunikationsformen mit ihren Kindern erleben sind
überrascht, wie positiv es sich auf alle Bereiche der sozialen und sprachlichen Entwicklung
auswirkt. Die Eltern lernen von ihren Kindern und machen mit. Sie entdecken mit ihren Kindern auch
vieles in der Umwelt neu. Sie werden aufmerksamer und achtsamer miteinander. Alle wollen doch
verstanden werden und möchten verstehen!
Gemeinsame Brettspiele verbinden alle Menschen. Pantomime Spiele kommen bei allen gut an. Gemeinsam macht das Lachen, Lernen und der Austausch viel Spaß.
Musik für die "Mäuse" verbindet Alt und Jung. Mundharmonika, Klangschalenspiele u.v.m.
Gemeinsames Singen in Gebärdensprache und Lautsprache verbindet die Kinder. Sie werden offen für
alle Formen der Kommunikation.
Petra
Buchtipp: Hier finden Sie ein Liederbuch für alle Kinder, ob sprechend oder nicht sprechend, das erste Liederbuch für alle Kinder. "Mit den Händen singen" bietet die Möglichkeit des gemeinsamen Musizierens mit Gebärden.