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Warum treibt Frau Kestner mit Unwahrheiten einen Keil zwischen Arzt und Patient?

von Dr. Lesinski-Schiedat 17.11.2004

Die Ausführungen und Behauptungen von Frau Kestner im Internet zu möglichen Hirnstammimplantaten bei Kindern stellt den Vorgang zweier Patientenberatungen falsch dar und diffamiert mit unlauteren Mitteln beteiligte Ärzte und Patienten.

Einige unserer Patienten an der Medizinischen Hochschule Hannover / HNO-Klinik hatten uns vor einiger Zeit bei bekanntem Verlust des Hörnerven bds. um eine zweite Meinung bzgl. einer Hörsystemimplantation und damit verbundenen lautsprachlich orientierten Erziehung gefragt. Damals stand für Kinder die Cochlea Implantation zur Verfügung, da bei Kindern mit Hirnstammimplantaten noch zu wenig Erfahrung weltweit gemacht wurde. Das CI wäre aber sinnlos gewesen.

2004 hat Prof. Dr. Colletti (Italien) mit Prof. Shannon (USA) die Ergebnisse der letzten Jahre der Hirnstammimplantationen bei Kindern, die in Verona in den letzten Jahren vorgenommen wurden, untersucht. Beide sind international anerkannte Experten auf dem Gebiet der Hirnstammimplantation.

Beide haben die Ergebnisse als sehr positiv eingeschätzt, so dass ein internationales Expertengremium im Sommer in Mailand die Hirnstammimplantation bei Kindern durchaus als sinnvoll und medizinisch vertretbar erachtete.

Aufgrund der Komplexität des Themas und der neuen Möglichkeiten habe ich die in Frage kommenden Patienten bzw. deren Eltern angerufen und nicht angeschrieben. Es wurde über die nun neuen Möglichkeiten informiert und angeboten, dieses auch ihren Kindern zur Verfügung zu stellen. Es wurde beiden Familien Kontakt zu implantierten Pat. angeboten und ein Gespräch mit Herrn Prof. Lenarz in Hannover. Nach einer gewissen Zeit wurde erneut telefonisch Kontakt aufgenommen, um zu erfragen, ob noch Klärungsbedarf besteht und ob die Familie sich entschieden habe. Da dies nicht der Fall war und ein Familie sich bereits gegen eine Implantation entschied wurde das weitere Vorgehen beendet.

Das zweite Elternpaar kam mit den Lehrern der Patientin zu einem Gespräch zu Herrn Prof. Lenarz und Herrn Dr. Bertram nach Hannover (mit der jungen Pat.). Daraufhin kam es auf Wunsch der Eltern noch zu einigen Telefonkontakten mit mir - u.a. auch mit den Lehrern. Außerdem hat sich unseres Wissens ein Lehrer noch per Mail an die SCHNECKE gewendet. Da die Patienteneltern sich aber nicht sicher waren über den operativen Erfolg und gerne mit kindlichen Patienten bzw. deren Eltern sprechen wollten, dieses aber wg. der italienischen Pat. nicht möglich war, haben sich die Eltern auch gegen eine Implantation entschieden.

Um den Patienten eine realistische Möglichkeit anzubieten, hatten wir Im Vorfeld einen möglichen gemeinsamen Termin mit Prof. Colletti und Prof. Lenarz geplant. Dieses war nicht bindend sondern ein Angebot an die Patienten.

Abschließend stelle ich fest, dass ich die Art und Wiese wie Frau Kestner kommuniziert als sehr enttäuschend empfinde. Wir haben ihr und dem Gehörlosenbund Dt. vor einigen Jahren aktiv die Hand gereicht, um ins Gespräch zu kommen. Es wäre sicher wünschenswert, um eine vertrauensvolle Diskussion der therapeutischen und sprachlichen Vielfalt den uninformierten Patienten anzubieten, auf einer professionellen und sachlichen Ebene zu kommunizieren. Ich habe für das Verhalten von Frau Kestner kein Verständnis!

Gez. Lesinski-Schiedat / 17.11.04

Hier die Antwort auf Dr. Lesinski-Schiedat

 

 
 
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