Am Samstag, den 11.10.2003, fand in Gailhof bei Hannover, auf Einladung von NIGGGS, (Niedersächsisches Institut für Gesellschaft Gehörloser und Gebärdensprache) ein Vortrag von Frau Mörsch (Pädagogin / LBZH Hildesheim) und Frau Miriam Trott (Pädagogin) zum Thema DGS an Landesbildungszentren für Hörgeschädigte in Niedersachsen statt.
NIGGGS fördert bzw. bietet insbesondere folgende Bereiche an:
Thomas Sodomann
Simone Moersch
Sie sagte, es mache sie traurig, wenn am Ende der Schulzeit, gehörlose Schulabgänger ohne fundiertes Wissen und ungenügenden Kenntnissen in der Deutschen Sprache die Schulen verlassen. Sie fordert Weiterbildungen in DGS für die interessierten Lehrer, die es zunehmend gibt! Immer mehr Lehrer erkennen die großen Vorteile der Deutschen Gebärdensprache im Unterricht.
Was in 100 Jahren versäumt wurde kann man nicht in 5 Jahren aufholen, aber mit dem Engagement von Lehrerinnen wie Frau Mörsch sind Grundsteine gelegt, etwas in der Bildung der gehörlosen Kinder zum Positiven zu verändern. Realistisch gesehen wird es noch einige Jahre dauern bis sich die Situation für die Kinder nachhaltig ändert, aber mit Hilfe von gehörlosen Dozenten und Pädagogen wäre es zu schaffen.
Miriam Trott
Große Zustimmung fand sie bei ca. 75% der Pädagogen an den LBZH für den Einsatz der DGS in den Schulen. Die Pädagogen sehen die großen Vorteile der DGS nachdem sie die Fortschritte der Kinder beobachten konnten, wenn sie Unterricht in DGS von gehörlosen Erwachsenen miterleben konnten. Es bleibt nun zu hoffen, dass viele Gehörlose sich für den Weg des Dozenten oder eines Studium der Gehörlosenpädagogik entscheiden und sie in den Bildungszentren für hörgeschädigte Kinder ihre Aufgaben sehen.