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DGS an den Schulen der LBZH in Niedersachsen

von Karin Kestner 14.10.2003

Am Samstag, den 11.10.2003, fand in Gailhof bei Hannover, auf Einladung von NIGGGS, (Niedersächsisches Institut für Gesellschaft Gehörloser und Gebärdensprache) ein Vortrag von Frau Mörsch (Pädagogin / LBZH Hildesheim) und Frau Miriam Trott (Pädagogin) zum Thema DGS an Landesbildungszentren für Hörgeschädigte in Niedersachsen statt.

NIGGGS fördert bzw. bietet insbesondere folgende Bereiche an:

  • Gebärdensprachkurse,
  • Weiterbildung in Seminaren und Workshops,
  • Weiterbildung der Pädagogen für Hörgeschädigte,
  • Weiterbildung der Gebärdensprachdozenten,
  • Öffentlichkeitsarbeit,
  • Erfahrungsaustausch.

 

Thomas Sodomann

Thomas Sodomann

Begrüßung der kleinen Gruppe interessierter Teilnehmer durch den Vorsitzenden von NIGGGS, Thomas Sodomann.
 
Simone Moersch

Simone Moersch

Frau Mörsch berichtete sehr offen über die Situation vor der Anerkennung der DGS und die Situation heute. Sie klärte über den neuen Erlass in Niedersachen auf, der Eltern die Möglichkeit gibt in Niedersachen DGS im Unterricht an den LBZH einzufordern. Näheres über den Erlass bitte bei Frau Mörsch erfragen. Frau Mörsch ist äußerst engagiert die Situation der Kinder an den LBZH in Niedersachen zu verbessern.

Sie sagte, es mache sie traurig, wenn am Ende der Schulzeit, gehörlose Schulabgänger ohne fundiertes Wissen und ungenügenden Kenntnissen in der Deutschen Sprache die Schulen verlassen. Sie fordert Weiterbildungen in DGS für die interessierten Lehrer, die es zunehmend gibt! Immer mehr Lehrer erkennen die großen Vorteile der Deutschen Gebärdensprache im Unterricht.

Was in 100 Jahren versäumt wurde kann man nicht in 5 Jahren aufholen, aber mit dem Engagement von Lehrerinnen wie Frau Mörsch sind Grundsteine gelegt, etwas in der Bildung der gehörlosen Kinder zum Positiven zu verändern. Realistisch gesehen wird es noch einige Jahre dauern bis sich die Situation für die Kinder nachhaltig ändert, aber mit Hilfe von gehörlosen Dozenten und Pädagogen wäre es zu schaffen.

 
Miriam Trott

Miriam Trott

Frau Miriam Trott berichtet über eine Umfrage an den LBZH in Niedersachsen, die sie im Rahmen ihrer Examensarbeit (Gehörlosenpädagogik) anfertigte.

Große Zustimmung fand sie bei ca. 75% der Pädagogen an den LBZH für den Einsatz der DGS in den Schulen. Die Pädagogen sehen die großen Vorteile der DGS nachdem sie die Fortschritte der Kinder beobachten konnten, wenn sie Unterricht in DGS von gehörlosen Erwachsenen miterleben konnten. Es bleibt nun zu hoffen, dass viele Gehörlose sich für den Weg des Dozenten oder eines Studium der Gehörlosenpädagogik entscheiden und sie in den Bildungszentren für hörgeschädigte Kinder ihre Aufgaben sehen.

 

 

 
 
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