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Nebenberufliche Qualifikation zum Gebärdensprachdolmetscher In

Institut für Gebärdensprache Winnenden 10.01.2002

Landesverband der Gehörlosen in Baden-Württemberg Deutscher Schwerhörigenbund Landesverband Baden-Württemberg Paulinenpflege Winnenden Institut für Gebärdensprache GbR Sitz Winnenden

Nebenberufliche Qualifikation: September April 2003 - Februar 2005

Gesellschafter: Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberge.V. Deutscher Schwerhörigenbund Landesverband Baden-Württemberg e.V. Paulinenpflege Winnenden e.V. Gesellschaft Bürgerlichen Rechts (GbR) Zur Aus- und Fortbildung von Gebärdensprachdolmetscher/innen mit einer Haftungsbeschränkung auf 75000 Euro

Ausgangslage: In Deutschland gibt es ca. 80.000 gehörlose Menschen, davon leben ca. 8.000 in Baden-Württemberg. Laut Angaben des Deutschen Grünen Kreuzes leben ca. 14 - 16 Millionen schwerhörige und spätertaubte Menschen in Deutschland, allein 400.000 in Baden-Württemberg. Wenn die von den Verbänden und der Fachwissenschaft geforderten 4 bis 5 Stunden monatlicher Dolmetschleistung für jeden gehörlosen Menschen gewährleistet sein sollen, sind zehnmal mehr Gebärdensprachdolmetscher/innen nötig als gegenwärtig tätig sind. Es besteht also ein großer Bedarf nach gut aus- und weitergebildeten Gebärdensprachdolmetscher/innen. Im Sinne einer Neuorientierung haben sich der Landesverband der Gehörlosen in Baden-Württemberg, der Deutsche Schwerhörigenbund Landesverband Baden-Württemberg und die Paulinenpflege Winnenden zusammengeschlossen und ein Institut für Gebärdensprache gegründet in dem die Förderung der Gebärdensprachdolmetscher/innen - Ausbildung festgelegt wurde. Den Gesellschaftern ist ein Fachbeirat zugeordnet, bestehend aus Vertretern des Sozial- und des Kultusministeriums Baden-Württemberg , dem Landeswohlfahrtsverband Baden-Württemberg, dem Badischen Wohlfahrtsverband, dem Verein für Gehörlosen Wohlfahrt und der Landesarbeitsgemeinschaft der Gebärdensprachdolmetscher/innen in Baden-Württemberg. Durch die Fachkompetenz der beteiligten Verbände und Einrichtungen ist es gelungen, ein praxisnahes wissenschaftlich fundiertes Konzept zu entwickeln, in dem auch die langjährigen Erfahrungen des Bundesverbandes der Gebärdensprachdolmetscher , der nebenberuflichen Weiterbildung der Gebärdensprachdolmetscher/innen in Zwickau und des weiterbildenden Studiums der Gebärdensprachdolmetscher/innen an der Fachhochschule in Frankfurt/M berücksichtigt wurden. Ziel:

Verbesserung der Dolmetschtechniken. · Intensive Ausbildung in Grammatik der Deutschen Gebärdensprache. · Entwicklung und Stärkung von Professionalität

Das Weiterbildungsangebot richtet sich an Gebärdensprachdolmetscher/innen , die Ihre Kompetenz erweitern und vertiefen wollen und diejenigen die diese Tätigkeit wahrnehmen wollen und bereits über fundierte DGS - Kenntnisse verfügen.

Dauer und Abschluss: Die berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung erstreckt sich über 22 Monate und umfasst Über 600 Lehrveranstaltungen und 90 Praktikumstunden. Der Unterricht erfolgt in der Regel in 14-täglichem Rhythmus - freitags 15.00 Uhr - 19.00 Uhr, samstags 9.00 Uhr - 16.00 Uhr, 4 x innerhalb einer Blockwoche - montags bis freitags 9.00 Uhr - 16.00 Uhr. Der Unterricht schließt mit einer Prüfung ab, diese entspricht den Anforderungen der "Staatlichen Prüfung als Gebärdensprachdolmetscher/in". Hierüber stellt das Institut ein Zeugnis aus.

Inhalte: Deutsche Gebärdensprache Grammatik, Satzbau der Deutschen Gebärdensprache Transkription Redewendungen und Idiome Mimik, Gestik, Körpersprache Theorie und Methodik des Dolmetschens und Übersetzens Dolmetschen in DGS, Simultan und konsekutiv Vom Blatt übersetzen Übungen im Sprachlabor LBG, Absehen, Fingeralphabet, Lormen

Psychologie: Aspekte der Entwicklungspsychologie Geschichte , Soziologie und Kultur Gehörloser

Deutsche Laut- und Schriftsprache Grammatik, Semantik, Lexik, Stilistik, Orthographie Rhetorik und Kommunikation Redetechnik, Abbau von Redehemmung Technik und Medien für Hörgeschädigte Berufskunde und Ethik

Recht: Schwerbehindertenrecht, Sozialrecht, Berufsrecht Betriebswirtschaftslehre Vertragsabschlüsse, Buchhaltung, Steuerrecht Praktika:

Erfahrungen in Institutionen, Integration in das Arbeitsleben, passiver und aktiver Dolmetscheinsatz

Referenten und Referentinnen: Gabi Braig, Gebärdensprachdozentin, Institut für Gebärdensprache Roland Bittlingmeyer, Landeswohlfahrtsverband, Integrationsamt Karlsruhe Franz Boob, Deutscher Schwerhörigenbund, Landesverband Baden-Württemberg Klaus Brück, Gebärdensprachdolmetscher , BWL Sabine Finkbeiner-Bauder, Dozentin Nonverbale Kommunikation, Stuttgart Simone Scholl, Institut für Deutsche Gebärdensprache, Uni Hamburg, Gebärdensprachdolmetscherin Thomas Zander, Gebärdensprachdozent, Deutsches Gehörlosen Theater Oliver Rien, Diplom Psychologe, Bad Grönebach Claudia Rüger, Gebärdensprachdozentin, Heidelberg Sabine Schall,Linguistin, Frankfurt/M Andrea Schaffers, Institut für Deutsche Gebärdensprache, Universität Hamburg, Gebärdensprachdolmetscherin Barbara Torwegge, gepr. Sprecherzieherin, Hamburg, Rhetorik / Kommunikation Rita Wagner, Institut für Gebärdensprache in Baden-Württemberg Thomas Zander, Deutsches Gehörlosentheater, , Dozent für Gebärdensprache

Termine: Aufnahmeverfahren, 07.02 und 08.02.2003 Beginn der Aus- und Fortbildung, Montag 07.04.2002, 9.00 Uhr Ende der Aus- und Fortbildung, Freitag, 04.02.2005 und Samstag, 05.02.2005

Blockwoche 1 : 07. April bis 11. April 2003 oder 14 . April - 18 .April 2003 Blockwoche 2 : 22. September bis 26. September 2003 Blockwoche 3 : 16. Februar bis 19. Februar 2004 Blockwoche 4 : 20. September bis 24. September 2004

Intensivkurse zur Vorbereitung: Werden bei starker Nachfrage angeboten. Termine : Montag 23. September - Freitag 27. September 2002 täglich 13.00 - 17.00 Uhr Ort : Paulinenpflege Winnenden

Kosten: € 3.600,00 fällig in 3 Raten plus €150,00 Prüfungsgebühren

Informationsveranstaltung: Freitag, den 19. April 2002, 16.00 Uhr Paulinenpflege Winnenden, Forststr. 4, 71364 Winnenden, in der Aula Zu erreichen über die B 14 von Stuttgart, oder mit der S-Bahn S3 Richtung Backnang Telefon : 07195 - 695 - 197 Fax: 07195 - 695 - 198 Email: institutGS@paulinenpflege-winnenden.de Bankverbindung : Kreissparkasse Winnenden Bankleitzahl: 602 500 10 Kontonummer: 7 259 885

Die Homepage des Institutes

(alle Angaben ohne Gewähr, Karin Kestner)

 

 
 
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